Liebe & Leben

Viele qualifizierte Fachkräfte weiterhin ohne Job

Eigentlich könnte es so einfach sein mit den Fachkräften in Deutschland. Es besteht ein Mangel und um diesen zu decken setzt man die qualifizierten Leute an den entsprechenden Stellen ein. Doch genau dieser Punkt funktioniert aus irgendeinem Grund in der Bundesrepublik nicht. Denn trotz eines bestehenden Fachkräftemangels sind weiterhin viele dieser Fachkräfte ohne Job, so paradox es klingen mag.

Ein weiterer Punkt ist, dass von den angestellten Fachkräften sogar noch relativ viele Ihren Job verlieren, das waren in der ersten Hälfte von 2011 ganze 908.000 Angestellte mit abgeschlossener Berufsausbildung. Laut einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sind das von den 16 Millionen Beschäftigten in dieser Kategorie ganze 5,7 Prozent. Der Arbeitsmarktexperte und DGB-Bundesvorstand Wilhelm Adamy mahnt: „Bei anziehender Konjunktur und insgesamt sinkender Arbeitslosigkeit darf das Risiko des Job-Verlustes auch für qualifizierte Arbeitskräfte keinesfalls klein gerechnet werden“.

Auch von den Hoch- oder Fachschulabsolventen haben sich in der ersten Jahreshälfte rund 110.000 arbeitslos gemeldet. Das waren 3,6 Prozent aller Beschäftigten mit entsprechendem Bildungsniveau. Das könnte nach Adamy zum einen daran liegen, dass viele Fachkräfte an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes vorbei qualifiziert werden und zum anderen daran, dass viele Firmen bei ihrer Ausbildung keine langfristig orientierte Personalplanung betrieben. Die Fassadenfarbe von Deutschland als Vorzeigeland für Arbeitsmarkt und Fachkräfte bröckelt also, bleibt zu hoffen dass mehr qualifizierte Leute auch qualifizierter eingesetzt werden können.

 

Schneller Zahnersatz

Besuch beim Zahnarzt, Foto von dig-i-pic/flickr.com

Besuch beim Zahnarzt, Foto von dig-i-pic/flickr.com

Spätestens beim ersten Zahnverlust wird jedem deutlich vor Augen geführt, dass es nicht selbstverständlich ist, eigene Zähne im Mund zu tragen. Bereits mit Dreißig kann das Problem des Zahnverlustes beginnen und dann wird es teuer.

Statistiken belegen, dass spätestens mit 40 die ersten Zähne ausfallen. Mit 60 hat kein Patient mehr alle eigenen Zähne im Mund. Um trotzdem beherzt lachen oder in einen Apfel beißen zu können, muss also Ersatz her. Doch dieser ist sehr zeit- und kostenintensiv. Die sicherste und ästhetischste Methode, Zahnlücken aufzufüllen, sind Implantate. Sie werden in den Kiefer geschraubt und halten dort ein Leben lang. Allerdings dauert diese Prozedur oftmals Wochen oder Monate. Der Kiefer muss zunächst auf die Stifte, auf denen später der Zahn steckt, vorbereitet werden. Diese Vorbereitung ist der aufwändigste Schritt, da der Kiefer nur sehr langsam arbeitet.

Eine neue Methode lässt diesen Schritt jetzt jedoch wegfallen. So genannte Sofortimplantate lassen den langen Knochenaufbau überflüssig werden. Durch die besonderen Implantate und die Form, wie sie eingesetzt werden, machen dies möglich. Die Implantate werden schräg in den Kiefer eingesetzt und sitzen so stabiler. Außerdem bieten sie damit auch dem Kiefer eine bessere Stabilität.

Leider übernimmt auch diese Methode die Krankenkasse nicht und der Patient muss mit zirka 14.000€ pro Kiefer rechnen. Noch wird diese Methode nicht von jedem Zahnarzt angeboten, nachfragen kostet jedoch nichts.

 

Fruchtbarkeit durch Handys beeinträchtigt

Laut einer neuen Studie der kanadischen University Queen`s wirkt sich Handystrahlung auf die Fruchtbarkeit der Männer aus. Dabei wurde entdeckt,dass während der Mobiltelefonbenutzung der Testosteronspiegel bei den Männern ansteigt, die Spermienqualität jedoch abnimmt. Deshalb sollte Männer,denen eine schlechte Spermienqualität von Ärzten diagnostiziert wurde ihren Handy Gebrauch überdenken.

Handy, Foto: Soknudsen_Flickr

 

Die Forscher konnten beweisen, dass Männer, die ihr Handy häufig nutzen einen höheren Testosteronspiegel hatten, als Männer, die ihr Mobiltelefon kaum nutzten. Außerdem wurde gleichzeitig ein geringerer Spiegel des luteinisierenden Hormons nachgewiesen,welcher für die Fortpflanzung sehr wichtig ist. Dieses Hormon wird im Gehirn von der Hypophyse freigesetzt und benötigt einen konstanten Spiegel. Es wird angenommen, dass die elektromagnetische Strahlung im Körper Veränderungen herbeiführt. Dabei wird vermutet, dass sich die Zahl der Zellen in den Hoden erhöht, welche für die Testosteronproduktion zuständig ist und gleichzeitig das luteinisierende Hormon blockiert wird.

Die Folge dessen ist, dass die Vorform des Testosterons nicht mehr zur aktiven Form umgewandelt werden kann, welche für die Fortpflanzung eine immense Rolle spielt. In Facto bedeutet dies zwar einen höheren Testosteronspiegel, aber zugleich eine niedrigere Qualität des Spermas und somit eine geringere Fruchtbarkeit.

Inflation im Supermarkt

Supermarkt, Foto von hmboo/flickr.com

Supermarkt, Foto von hmboo/flickr.com

Inflation im Supermarkt

An der Kasse im Supermarkt kommt das böse Überaschen. Auch wenn der Einkaufswagen nicht voller als beim letzten Einkauf gepackt wurde, ins Portemonnaie muss trotzdem tiefer gegriffen werden.

DIe Preissteigerung betreffen einige Lebensmittel mehr als andere, besonders gestiegen sind die Preise für Kaffee, der ungefähr ein Viertel mehr kostet als noch im letzten Jahr, und Butter, die um ein Drittel teurer geworden ist. Ein halbes Pfund deutsche Butter kostet momentan 1,15 Euro anstelle von 0.85 Euro, dem Durchschnittspreis vom letzten Jahr. FürKaffee muss der Verbraucher momentan durchschnittlich 3,99 Euro an der Kasse lassen.

Für einzelne Produkte müssen die Verbraucher bis zu 43 Prozent mehr ausgeben, im Schnitt sind die Produkte um sieben Prozent teurer geworden. Der allergrößte Preissprung ist bei dem Fertigprodukt Tiefkühl- Pommes Frites zu beobachten, hier stieg der Preis von 069 Euro auf 0,99 Euro, eine Verteuerung von über 40 Prozent. Im April diesen Jahres wurde die Inflation bei plus 2,4 Prozent gemessen, was die höchste Teuerungsrate seit dem Jahr 2008 ist. Grund für die steigenden Preis e sind schlechte Ernten durch zum Beispiel Stürme, Trockenheit oder Überschwemmungen.

Das neue Bewertungssystem für Ärzte

Arzt, Foto: TK Pressefoto_flickr

Ist man bislang auf der Suche nach einem neuen Arzt gewesen, sei es wegen eines Wohnortwechsels oder wegen dem Bedarf an einem neuen Facharzt, war man bisher auf Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Verwandten angewiesen oder ist auf Gut Glück einfach zu einem Arzt in der Nähe gegangen.

Das soll nun anders werden, haben die Krankenkassen AOK und Barmer GEK in Zusammenarbeit mit der Bergmann Stiftung und den Dachverbänden der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen beschlossen. Sie haben im Internet ein Bewertungsportal für niedergelassene Mediziner eingerichtet. Auf dem Portal, der sogenannten ‘weissen Liste’, können sie Patienten ihre Zufriedenheit mit der Kommunikation, dem Praxispersonal und der Behandlung angeben.

Die Ärztekammer reagiert skeptisch auf das Projekt, zu groß ist die Angst vor ungerechten oder negativen Bewertungen einzelner, die dann potentielle neue Patienten abschrecken könnten. Dass die Einschätzung, wie gut eine Behandlung war, eine sehr subjektive ist und von Tagesform von Arzt und Patient abhängen kann, sieht die Ärztekammer als Risiko in diesem Projekt. Der Vorstandschef der Barmer GEK dagegen ist von dem Projekt begeistert und bezeichnet es  als ‘wunderbares Werkzeug’ für eine nicht-kommerzielle und manipulationssichere Datenerhebung. Der Fragebogen selbst wurde mit Hilfe von Wissenschaftlern ermittelt und umfasst rund dreißig Posten. Auf Schulnoten und Ranglisten wurde dabei bewusst verzichtet, außerdem hat der Mediziner die Möglichkeit, jeden Eintrag zu kommentieren oder sogar sperren zu lassen.

Geld und Liebe

„Wo die Liebe hin fällt“, sagt man im Volksmund, doch ganz so einfach ist es doch nicht. Es zeichnet sich der Trend ab, den Partner nach der Einkommenshöhe zu wählen. Die Partnersuche mittels finanziellen Kriterien, erinnert an das Standesdenken des vergangenen Jahrhunderts. Damit werden die Fronten zwischen Arm und Reich verhärtet. Mobilität zwischen Gesellschaftsschichten wird seltener. „Gleich und gleich gesellt sich gern“, sagt ein anderes Sprichwort. Doch heute noch mehr als sonst. Es gibt graduelle Unterschiede zwischen den Gesellschaften. Durch entsprechende Politik kann gesellschaftliche Mobilität gefördert werden. Doch in den letzten Jahren zeigt der Trend in Deutschland in die entgegengesetzte Richtung.

In den zehn Jahren zwischen 1998 und 2008 ist die Zahl der Partner kleiner geworden, die ein unterschiedliches Einkommen hatten. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln belegte die Zunahme an Paaren mit gleicher finanziellen Ausstattung in einer Studie. Während früher üblicherweise ein Paar aus einem starken Verdiener und eine Person zusammengesetzt war, die sich um die Kinder kümmerte, verdienen heute beide Partner zu gleichen Anteilen. Bei einem geringen Verdienst verdienen beide meist zu wenig, um die Situation auch noch mit Kindern meistern zu können. Meist ist Stress die Folge solcher finanziellen Notlagen. Leidtragende sind dabei meist die Kinder. Deshalb ist es wichtig, sich in so einer Situation Hilfe durch eine Familientherapie zu suchen.

Ein ähnlicher finanzieller Status verdoppelt die Chancen der Reichen und bringt ärmere Partner doppelt in Finanznot. Natürlich können nicht nur finanzielle Probleme Partnerschaften belasten. Auch Paare mit viel Geld sind vor Problemen nicht gefeit.