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Das Berliner Label Rotholz Clothing

© Subbotina Anna - Fotolia.com

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Beim Berliner Label Rotholz Clothing bekommt der Kunde vor allem Kunst geboten. Kunst zum Tragen. Denn Gründer und Designer Moritz Baur will mit seinen T-Shirts, Sweatshirts und College-Jacken eine einzigartige Streetwear-Kleidung erschaffen. Seit eineinhalb Jahren ist er auf dem Markt und hat gerade seine zweite Kollektion rausgebracht. Zu kaufen gibt es die entweder direkt in seiner Werkstatt in einem Hinterhaus, im “Writer’s Heaven” oder per Onlinebestellung.

Der Verkauf laufe gut, sagt der Jungunternehmer. Besonders Schüler, Studenten und Künstler können sich für seine Klamotten begeistern. Dabei erwerben sie mit jedem Kauf Sammlerobjekte. Denn die Auflagen sind meist auf bis zu 200 Exemplare beschränkt, manchmal gibt es nur Einzelstücke. Für alle Kleidungsstücke, für Sweatshirts wie auch für seine T-Shirts verwendet Baur ausschließlich hochwertige Qualitätsstoffe. Die bestehen zum Teil aus organischer Baumwolle oder recyceltem Polyester. Die Rohware veredelt der gelernte Grafiker dann mit Totenköpfen, Äpfeln, Punktmotiven und Farbklecksen. Farblich beschränkt sich der Künstler auf Schwarz, Grau und Weiß. Entwickelt hat Moritz Baur seine Idee vom eigenen Modelabel während eines Schulaufenthalts in den USA. Dort verkaufte er auch seine ersten Stücke aus einem VW-Bus auf dem Campus und in Parks.

Seine erste Kollektion in Deutschland entstand noch hauptsächlich per Handarbeit, an der eigenen Nähmaschine, mit Druckplatten und Schablonen. Da die zweite Kollektion nun aber in einer größeren Auflage auf den Markt kommen soll, werden Baurs Stücke in Zukunft auch per Siebdruckverfahren hergestellt. Der Jungunternehmer möchte weiter wachsen, das Prädikat der Exklusivität will er sich aber in jedem Fall erhalten. Von billiger Massenware hält er gar nichts. Mit Wolfgang Joop würde er gerne einmal zusammenarbeiten. Ganz schlecht sehen die Chancen jedenfalls nicht aus, denn Joop ist dafür bekannt, jungen Leuten unter die Arme zu greifen und ihnen den Weg zur großen Bühne zu eröffnen.

 

 

 

 

 

 

 

Scharfe Schnitte: Young Fashion von Eva Cheng Yee Wah aus Hong Kong

In der Mode der jungen Designerin Eva Cheng Yee Wah verbinden sich Moderne und Tradition. Das Nachwuchstalent integriert in ihre Mode die traditionelle Scherenschnitttechnik aus China. Auf Oberteilen und Hüten zeigen sich die Formen dreidimensionaler Blüten. Die Extravaganten Kleidungsstücke gewannen auf dem 35. Young Fashion Designers’ Contest in Hong Kong den ersten Preis. Mit diesem Heimspiel gewann die Designerin ein Praktikum im Ausland. Für einen Monat assistiert sie die renommierte Stardesignerin Martine Sitbon unter dem Label „Rue du Mail“ in Paris.

Der Contest für Designer findet jährlich im Rahmen der Hong Kong Fashion Week statt. Mit dem Wettbewerb sollen junge Talente gefördert werden. Das hat bereits bei Design-Newcomern wie Kevin Ng, Billy Leung und Harrison Wong geholfen, deren Namen heute international bekannt sind.

Nun soll die Auszeichnung die junge Eva Cheng Yee Wah in ihrer Designer-Karriere pushen. Vielversprechend beurteilte die Jury das Talent der Hongkongerin. Mitglieder der Fachjury wie Angelica Cheung, Martine Sitbon und Bonita Cheung überzeugte vor allem die Individualität, Ausdrucksstärke und Kreativität der Kollektion. In den Kleidungsstücke spiegelt sich die Skyline Hongkongs wieder. Die Verzierungen der Kleider sind von der Metropole inspiriert. Ob es das Licht und Schattenspiel in den Schluchten der modernen Hochhäuser ist, oder das Traditionelle der alten Stadtviertel, das sich im Schichtenlook der Scherenschnitttechnik zeigt, Eva Cheng Yee Wah verleiht damit der Liebe zu ihrem „spiritual home“ Ausdruck.

Nach dem Studium an der Polytechnic University in Hong Kong wird sie nun einen Blick von Außen, genauer von Paris auf ihre Heimat bekommen. Danach will Eva Cheng Yee Wah außerhalb von Hong Kong einen Master in Fashion beginnen.