Geld und Liebe
Posted By Fredericke / 14th April 2011
„Wo die Liebe hin fällt“, sagt man im Volksmund, doch ganz so einfach ist es doch nicht. Es zeichnet sich der Trend ab, den Partner nach der Einkommenshöhe zu wählen. Die Partnersuche mittels finanziellen Kriterien, erinnert an das Standesdenken des vergangenen Jahrhunderts. Damit werden die Fronten zwischen Arm und Reich verhärtet. Mobilität zwischen Gesellschaftsschichten wird seltener. „Gleich und gleich gesellt sich gern“, sagt ein anderes Sprichwort. Doch heute noch mehr als sonst. Es gibt graduelle Unterschiede zwischen den Gesellschaften. Durch entsprechende Politik kann gesellschaftliche Mobilität gefördert werden. Doch in den letzten Jahren zeigt der Trend in Deutschland in die entgegengesetzte Richtung.
In den zehn Jahren zwischen 1998 und 2008 ist die Zahl der Partner kleiner geworden, die ein unterschiedliches Einkommen hatten. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln belegte die Zunahme an Paaren mit gleicher finanziellen Ausstattung in einer Studie. Während früher üblicherweise ein Paar aus einem starken Verdiener und eine Person zusammengesetzt war, die sich um die Kinder kümmerte, verdienen heute beide Partner zu gleichen Anteilen. Bei einem geringen Verdienst verdienen beide meist zu wenig, um die Situation auch noch mit Kindern meistern zu können. Meist ist Stress die Folge solcher finanziellen Notlagen. Leidtragende sind dabei meist die Kinder. Deshalb ist es wichtig, sich in so einer Situation Hilfe durch eine Familientherapie zu suchen.
Ein ähnlicher finanzieller Status verdoppelt die Chancen der Reichen und bringt ärmere Partner doppelt in Finanznot. Natürlich können nicht nur finanzielle Probleme Partnerschaften belasten. Auch Paare mit viel Geld sind vor Problemen nicht gefeit.
