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Georg Kreisler: Ein Nachruf

Leere Bühne © Frog 974 - Fotolia.com

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Allerlei Kuriositäten, bittere Geniestreiche und manch denkwürdige Begegnung- das wird mit dem Namen Georg Kreisler in Verbindung gebracht. Die Person, die sich hinter diesem Namen befindet, gilt in vielen Kreisen als Multitalent und großartiger Künstler, der trotz allem durch stetes Anecken nie wirklich ein Teil davon wurde.

Seine Geschichte begann im Wien des Jahres 1922, wo er als Kind einer jüdischen Familie geboren wurde. Als Österreich sich 1938 Nazi-Deutschland anschließt, fliehen sie nach Amerika und Kreisler kam schon in frühen Jahren mit vielen Berühmtheiten in Kontakt. Als US-Soldat kehrte er in späteren Jahren wieder nach Europa zurück. Dann begannen die Zeiten, in denen er Charlie Chaplin am Klavier assistierte und erste komische Stücke schrieb, die mit einer solchen Portion tiefschwarzen Humors gespickt waren, dass Plattenfirmen zu damaliger Zeit noch vor einer Veröffentlichung zurückschreckten.

Folgende Jahre prägten ihn als Nachtclubsänger in New York und als Mitglied einer Kabarett-Gruppe in Wien, zu der unter anderem auch Helmut Qualtinger gehörte. Doch Kreisler will sich mit bloßem Parodieren nicht zufrieden geben und stößt mit seiner gesellschaftskritischen Ader auch bei seinen Kollegen selten auf Wohlgefallen.

Mit seinem Walzer “Taubenvergiften im Park” verschaffte sich Kreisler ebenso viel Bekanntheit wie Feinde und wurde so zu dem deutschsprachigen Kabarettist, der in seinem Leben zensiert und ausgebootet wurde wie kein anderer. Seine geniereiche und zuweilen makabere Kunst,  in der sich seine Person ausdrückte, ließ ihn nicht nur in seinem Schaffen als Kabarettist stets ein Außenseiter bleiben. In seinen Lebensjahren blieb er stets offen, aber kritisch und ebenso rastlos. Jedes Jahrzehnt gab ihm eine andere Stadt zur Heimat und er erschuf neben zahlreichen Kabarett- und Chanson-Programmen, auch unzählige Platten, Bücher, Fernsehsendungen und zwei Opern.

Natürlich – Lady Gaga

Lady Gaga, Foto: ama_lia_flickr

Ein Jahr ist es nun her, dass Lady Gaga ganz natürlich und unerkannt im Duisburger Kantpark Pizza aß und sich dabei mehrere Stunden am Lehmbruck-Museum vom bekannten Fotograf Wolfgang Tillmans fotografieren ließ.  Mit diesen Fotos sollte die Natürlichkeit von der als Stefani Joanne Angelina Germanotta geborenen Sängerin gezeigt werden. Völlig ohne ihre schrillen Outfits posierte sie 25-jährige US-Amerikanerin dabei.

Das Fotoshooting erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit und hat oberste Geheimhaltungspriorität. Nicht einmal der Museumsdirektor Raimund Stecker durfte beim Shooting anwesend sein.

Allein zwei Museums-Mitarbeiter überwachten das Geschehen, bei dem der international renommierte Fotograf Lady Gaga vor Skulpturen und Kunstwerken des Museums auf ganz andere Art und Weise ablichtete.

Über ein Jahr wurden die Fotos nicht veröffentlicht. Inzwischen kamen sie in der Juni-Ausgabe des Pop-Kultur-Magazins Spex zum Vorschein.

Das Lehmbruck-Museum nahm das Erscheinen der Fotos zum Anlass einen Lady-Gaga-Parcours im Museum zu etablieren,bei dem Fotos der Pop-Sängerin aus dem Spex-Magazin an den Stellen im Museum aufgehängt wurden , an denen die Bilder geschossen wurden.

Wenn sie also Interesse daran haben die ungeschminkte Wahrheit über Lady Gaga zu erfahren und gleichzeitig noch Kultur zu erleben, können sie dies zur Zeit im Lehmbruck Museum in Duisburg tun.